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Beschäftigte sollen die Katze im Sack kaufen

Petition gegen die Gründung einer Pflegekammer in Berlin

Zur gestrigen Sitzung des Gesundheitsausschusses, die sich mit der geplanten Gründung einer Pflegekammer in Berlin beschäftigte, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher Wolfgang Albers:

Altenpflegeschülerinnen und -schüler überreichten gestern, noch vor Beginn der Ausschusssitzung, eine Petition mit 409 Unterschriften, in der sie sich vehement gegen die Gründung einer Pflegekammer in Berlin aussprechen. Ihre Vorbehalte gegen die Verkammerung des Pflegeberufs wurden in der Anhörung nachhaltig bestätigt.

Schon die genaue Betrachtung der Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer, die die Alice-Salomon-Hochschule vorgelegt hatte, zeigte, dass die behauptete Mehrheit für die Kammer unter den Pflegenden schmilzt, je näher man realistischen Beitragssätzen kommt.

Nur 69 der 1.196 Befragten waren bereit, einen Beitrag von mehr als 11 Euro zu zahlen. Darunter aber wird eine Kammer nicht zu finanzieren sein.

Die Funktionäre der Pflegeverbände, die vehement für die Errichtung einer solchen Kammer stritten, weigerten sich daher auch weiter konsequent, Stellung zur erwarteten Höhe der Zwangsbeiträge zu nehmen. Offenbar soll den Beschäftigten ein X für ein U vorgemacht werden.

Selbst die Geschäftsführerin der in Rheinland-Pfalz bereits gegründeten Kammer, war nicht bereit, Auskünfte für die Höhe ihres Etats zu geben.

Ist die Kammer erst gegründet, haben die Mitglieder diese über ihre Beiträge auch zu finanzieren. Sie kaufen die Katze im Sack.


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