Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Charité-Vorstand kopflos und von allen guten Geistern verlassen?

Ein hilfloser Angriff gegen das Streikrecht

Zur Ankündigung des Charité-Vorstands, juristisch gegen den geplanten Streik an der Klinik vorzugehen, erklärt der gesundheits- und wissenschaftspolitische Sprecher Wolfgang Albers:

Mit der heutigen Ankündigung, juristisch gegen den geplanten Streik der Pflegekräfte an der Charité für eine bessere Personalausstattung vorgehen zu wollen, demonstriert die Geschäftsführung trotz monatelanger Verhandlungen nicht nur ihr offensichtliches Unverständnis für die bittere Realität im Arbeitsalltag ihrer Beschäftigten, sondern auch ihre Hilflosigkeit.

Statt gemeinsam mit den Beschäftigten den Senat, der ja gerade auf Drängen des Vorstands der Charité 300 eigentlich zu streichende Betten in den Kliniken belässt, in die Pflicht zu nehmen, nun auch für eine adäquate personelle Ausstattung zu sorgen, z.B. aus den von den Beschäftigten erwirtschafteten Überschüssen der Charité, fährt sie einen hilflosen Angriff gegen das Streikrecht.

Nicht der aktuelle Streik gefährdet die Sicherheit der Patienten, wie es der Ärztliche Direktor den Streikenden vorwirft, sondern eine Personalpolitik, die durch die chronische Unterbesetzung auf den Stationen »gefährliche Pflege« nicht nur toleriert, sondern für die Beschäftigten zur Normalität macht.


Kontakt