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Vetternwirtschaft oder Gefälligkeitsdienst?

Neues Krankenhaus: »Deutsches Geriatriezentrum Berlin«

Zur Absicht des Gesundheitssenators Czaja, als neues Krankenhaus ein »Deutsches Geriatriezentrum Berlin« in den Krankenhausplan aufzunehmen, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher Dr. Wolfgang Albers:

Monatelang schlief der neue Krankenhausplan 2016 in der Senatsverwaltung für Gesundheit. Dem Parlament liegt der neue Entwurf bis heute nicht vor. Gestern nun wurde er den Krankenkassenverbänden auf einer Sitzung vorgestellt.

Der Plan sieht offenbar vor, mit dem »Deutschen Geriatriezentrum Berlin« eine neue Klinik aufzunehmen, die bisher überhaupt noch nicht besteht und nur über eine einzige Abteilung mit 65 »geriatrischen« Betten verfügen soll.

Der Bedarf an zusätzlichen geriatrischen Betten in der Region Marzahn-Hellersdorf ist unbestritten. Aber diese wären in den vorhandenen Häusern wie dem Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, im Hellersdorfer Vivantes Klinikum oder im Sana-Klinikum Lichtenberg problemlos und mit weniger Aufwand einzurichten gewesen.

Abteilungen für Altersmedizin gehören im Interesse der Patienten in den interdisziplinären Verbund mit anderen Abteilungen eines Akutkrankenhauses. Die Einrichtung einer singulären Geriatrie widerspricht allen Empfehlungen geriatrischer Fachgesellschaften.

Im ersten Entwurf des Krankenhausplans 2016 hieß es noch: »Grundsätzlich sind geriatrische Abteilungen, die in Allgemeinkrankenhäuser integriert sind, leistungsfähiger (...) Bei Neuanträgen ist konzeptionell darzustellen, wie diese Defizite ausgeglichen werden (...)« Eine schlüssige Begründung für den Sinneswandel des Senators gibt es nicht.

Es lässt sich nur vermuten, wessen Interessen hier bedient werden. Die der zukünftigen Patienten sicher nicht.


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